Mit Köpfchen und Gefühl: Aus guten Vorsätzen echte Erfolge machen

Für mehr Bewegung sorgen, gesünder essen und endlich mit dem Rauchen aufhören – gute Vorsätze für das neue Jahr sind schnell gefasst. Fast sieben von zehn Befragten einer Forsa-Umfrage gaben an, dass sie mehr für ihre Gesundheit tun könnten. Beinahe 60 Prozent der Befragten sehen die Verantwortung für die eigene Gesundheit bei sich selbst. Dennoch fällt es vielen schwer, die Vorsätze in die Tat umzusetzen und langfristig am Ball zu bleiben.

Das Problem dabei ist oft nicht mangelnde Motivation, sondern eher die Fähigkeit zur Selbststeuerung (Volition). Erst diese lässt aus bloßen Absichten tatsächliche Handlungen werden. Beispiel: ein Alltag mit mehr Bewegung.

Zunächst einmal ist es wichtig, ein klares Ziel zu formulieren“, betont Prof. Wiebke Göhner, Gesundheitspsychologin an der Katholischen Hochschule Freiburg. Das kann beispielsweise der Wunsch sein, gesund zu bleiben. „Hinzukommen muss aber der Spaß an der Bewegung. Es lohnt sich also genau zu überlegen, ob man z. B. eher ein Einzelkämpfer oder Mannschaftssportler ist, ob man die Natur genießen will oder lieber Turnhallenluft schnuppert“, so Göhner weiter. Ein starkes inneres Fundament entstehe, wenn jemand fest davon überzeugt ist, die Aktivität auch wirklich schaffen zu können. Es ist also geschickter, anfangs die Latte niedrig zu hängen und eine Sportart auszuwählen, die man garantiert ausüben kann. Wer Misserfolge einkalkuliere, lasse sich zudem von Rückschlägen nicht so schnell entmutigen. Den eigentlichen Durchbruch aber wird erst ein detaillierter Bewegungsplan bringen, meint Göhner. Je genauer man eine Sporteinheit einige Tage im Voraus plant, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man auch wirklich aktiv wird.

Aber auch der schönste Plan allein reicht oft nicht aus, um sich immer wieder in Bewegung zu setzen. Zeitmangel ist einer der häufigsten Gründe, weshalb das Trainingspensum nach den ersten Erfolgen wieder schrumpft. Eine Möglichkeit, Bewegung in der Prioritätenliste ganz oben zu behalten, ist, sich der positiven Gefühle nach einer Bewegungseinheit bewusst zu werden: Der Stolz, etwas geschafft zu haben, der Spaß bei Sportspielen, die angenehme Müdigkeit der Muskeln, das gute Körpergefühl. Wenn man diese Erfahrungen wenigstens kurz rekapituliert, fällt die Planung der nächsten Sporteinheit leichter.

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e.V.

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