Altersflecken: Spuren der Sonne auf unserer Haut

(dgk) Altersflecken finden sich nicht nur bei Senioren: Schon ab 30 Jahren tauchen sie bei dem einen oder anderen auf. Es sind kleine, braune Sprenkel, die Handrücken, Dekolleté oder die Haut über den Wangenknochen bedecken.

Mehr Altersflecken bei Frauen
Die kaffeebraunen Flecken sind völlig harmlos und zeigen auch nach Jahren keine Tendenz zur bösartigen Umwandlung. Sie treten bei Frauen häufiger als bei Männern auf, wahrscheinlich, weil ihre Oberhaut etwas dünner als die der Männer ist.

Verraten Hände das wahre Alter?
Das Vorkommen der ungeliebten Zeichen der Zeit auf Handrücken, Unterarmen, Dekolleté, Wangen oder Stirn verrät, was Altersflecken eigentlich sind: Hautpartien, die häufig der Sonne ausgesetzt waren und dadurch dauerhaft geschädigt sind. Streng genommen müsste man sie als „Lichtschaden-Flecken“ (Lentigines solaris) bezeichnen. Weil die Hände oft der Sonne ausgesetzt sind und gleichzeitig deren Schutz meist vergessen wird, zeigen sich die Spuren der im Leben gesammelten UV-Belastung stark. Daher heißt es: Hände verraten das wahre Alter.

Wenn die „Abfallentsorgung“ nicht mehr klappt
Altersflecken entstehen, wenn sich das bräunliche Pigment Lipofuszin, auch als Alterspigment bezeichnet, anhäuft und in der Oberhaut ablagert. Lipofuszin entsteht als Endprodukt aus einer bestimmten chemischen Reaktion, die durch UV-Licht angekurbelt wird. Die braunen Verfärbungen der Haut lassen sich daher durch konsequentes tägliches Auftragen von Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor weitgehend vermeiden. Allerdings nur, wenn man frühzeitig damit beginnt.

Bleichmittel helfen nur oberflächlich
Aber was, wenn sie einmal da sind? Die Verfärbungen können, vor allem wenn sie zahlreich sind, von den Betroffenen als Makel empfunden werden. Möglich ist beispielsweise eine Aufhellung mit Hilfe von Bleichmitteln, durchgeführt von einem Hautarzt. Diese Methode kommt jedoch nur dann in Frage, wenn die Melanineinlagerungen oberflächlich liegen.

Kneiftest offenbart Tiefe der Flecken
Um die Tiefe der Flecken zu bestimmen, bietet sich ein einfacher Kneiftest an: Dabei wird das betroffene Hautareal zusammengekniffen. Je weniger die übermäßige Pigmentierung dann noch zu sehen ist, desto eher muss davon ausgegangen werden, dass die Flecken in einer tieferen Hautschicht liegen.

Mit Kälte, Laser und Camouflage gegen die braunen Stellen
Dort sind sie für Bleichmittel schlechter zugänglich. Ärzte können den Flecken jedoch mit flüssigem Stickstoff oder Lasern zu Leibe rücken. Wer diese Prozedur umgehen möchte, kann sich in der Apotheke Camouflage besorgen, eine Art Make-up, das Hautanomalien verdeckt und sehr abriebfest ist. Spezielle Handcremes, die Altersflecken zum Verschwinden bringen sollen, helfen hingegen meist nicht.

Sinnvoller UV-Schutz: nicht zu viel, nicht zu wenig
Besser ist es, die Sonnenflecken weitestgehend zu vermeiden. Das wichtigste ist, schon möglichst früh diejenigen Körperareale, die besonders häufig der Sonne ausgesetzt sind, gezielt mit einer Sonnencreme zu schützen. Dazu gehören neben den Händen auch Dekolleté und Gesicht. Das Mitführen einer kleinen Flasche Sonnencreme mit Schutzfaktor 20 in der Handtasche vereinfacht das Vorhaben. Aber bitte cremen Sie sich nicht immer ein, sondern nur bei intensiver Sonneneinstrahlung, wie beispielsweise mittags, im Sommer oder bei langem Aufenthalt draußen. Denn wir brauchen auch die Einwirkung von UV-Licht auf unserer Haut, z. B. um einem Mangel am „Sonnen-Vitamin“ D vorzubeugen.

So erkennen Sie Altersflecken
Die sogenannten Altersflecken (Lentigines senilis) entstehen durch eine vermehrte Bildung von Pigment in der Oberhaut. Sie zeigen sich als kleine, höchstens ein paar Zentimeter große, linsenförmige bräunliche Verfärbungen. Altersflecken sind nicht über die umliegenden Hautpartien erhaben, die Begrenzung ist scharf umrissen. Wer unsicher ist, ob es sich bei braunen Flecken auf der Haut um Altersflecken oder eine andere Hautveränderung handelt, sollte den Hautarzt zu Rate ziehen.

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e.V.

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